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KI und Datenbetrieb

Gemini API: Speicherung in neuen Projekten ausdrücklich festlegen

Zwei Anwendungen mit ähnlichem Code können Anfragen unterschiedlich speichern, wenn ihre Projekte zu verschiedenen Zeitpunkten angelegt wurden. Machen Sie die Speicherentscheidung deshalb zu einem dokumentierten Teil der Konfiguration.

KIURO Redaktion · Publiziert: · Geprüft:

Die Release Notes vom 26. Oktober 2026 ändern den Generate-Content-Standard für neue Paid-Tier-Projekte auf store=true. Bestehende Projekte behalten ihre Einstellung. Das betrifft die Speicherung von Anfragen; es ist weder ein neuer Modelllaunch noch eine rückwirkende Umstellung aller Anwendungen. (Google)

Den tatsächlich benutzten Weg erfassen

Beginnen Sie nicht beim Namen des KI-Features, sondern beim ausführenden Projekt. Notieren Sie Projektzuordnung, verwendete API, Erstellungszeitpunkt und Anwendungsversion. Prüfen Sie auch Hintergrundjobs und andere Integrationen, die dasselbe Projekt verwenden. Eine Einstellung in der Entwicklungsumgebung belegt nicht die Konfiguration des produktiven Jobs.

Laut Anleitung hat die store-Angabe einer Anfrage Vorrang vor der Projekteinstellung. Für diese Generate-Content-Option nennt Google mindestens google-genai 2.33.0 für Python und @google/genai 2.31.0 für JavaScript. Die unterstützte Eingabe und API müssen ebenfalls passen; Logging ist kein lückenloses Protokoll jeder Modalität. (Google)

Redaktioneller Vorschlag; keine Konfiguration wurde verändert.
EntscheidungEintrag im vorgeschlagenen KonfigurationsblattPrüfnachweis
ProjektstandardSpeichern erlaubt oder untersagt; verantwortliche PersonEinstellung und Projekt eindeutig zugeordnet
Einzelner AufrufExplizites store oder bewusst genutzter StandardTatsächlich erzeugte Anfrage im Testpfad
AufbewahrungGewähltes Zeitfenster und ZuständigkeitProjektbezogene Retention dokumentiert
DatasetPrivate Nutzung und Aufbewahrung festlegenZweck, Zugriff und Frist dokumentiert

Private Speicherung und Datenspende unterscheiden

Führen Sie im Konfigurationsblatt getrennte Entscheidungen für eigene Fehlersuche und die interne Nutzung von Datasets. Benennen Sie die verantwortliche Person, Zugriff und Zweck. Eine einzige Einstellung beschreibt nicht alle Datenwege.

Legen Sie zuerst fest, welche Inhalte Ihre Anwendung überhaupt übertragen darf. Entscheiden Sie danach, ob eine zusätzliche private Kopie für Fehlersuche gebraucht wird, wer sie lesen darf und wie mit einem Fehlerfall umgegangen wird. Planen Sie eine interne Dataset-Nutzung gesondert; daraus folgt keine Erlaubnis zur Datenspende an den Anbieter.

Google untersagt die Datenspende zur Verbesserung oder zum Training aus API-Clients, die Nutzern im EWR, in der Schweiz oder im Vereinigten Königreich zur Verfügung stehen. Auch persönliche, sensible oder vertrauliche Daten dürfen nicht gespendet werden. Einwilligung hebt diese Anbietergrenze nicht auf. Private Paid-Tier-Logs sind davon getrennt. (Google)

Aufbewahrung und Löschung getrennt nachweisen

Logs werden nach gewählten 7, 14, 28 oder 55 Tagen zur Löschung markiert, standardmässig nach 55. Dataset-Logs haben keinen festen Ablauf. store=false betrifft künftige Speicherung; daraus folgt weder das Abschalten aller anderen Protokolle noch sofortige Löschung vorhandener Daten. (Google)

Eine nützliche Betriebsliste trennt künftige Anfragen, bestehende Logs und bereits kuratierte Datasets. Ordnen Sie jeder Gruppe einen Zuständigen und einen nachvollziehbaren Umgang zu. Sonst kann ein Team die Konfiguration korrekt ändern und zugleich eine ältere Kopie im Dataset übersehen.

Eine Kontrolle ohne echte Kundendaten planen

Hypothetisches Beispiel, hier nicht ausgeführt: Eine Anwendung erstellt einen Antwortentwurf aus einer frei erfundenen Supportfrage. Ein Testfall nutzt die vorgesehene Speicherentscheidung ausdrücklich, ein zweiter prüft den erlaubten Projektstandard. Beide tragen unterschiedliche harmlose Kennungen. Dokumentiert wird, welche Anfrage ankam und welche Aufzeichnung erwartbar ist.

  • Vergleichen Sie die ausgehende Anfrage mit der beabsichtigten Einstellung; nicht nur eine Variable im Quellcode.
  • Prüfen Sie, ob die gewählte Kombination von Modell, API und Eingabetyp überhaupt im Logging unterstützt wird, bevor Sie aus einem fehlenden Eintrag etwas schliessen.
  • Bewerten Sie die Aufbewahrung und Dataset-Zuordnung unabhängig vom Antwortergebnis des Modells.
  • Halten Sie Abweichungen als offene Befunde fest. Ein nicht sichtbarer Logeintrag ist allein kein umfassender Nachweis fehlender Speicherung.

Zugang aus der Schweiz und Kosten

Die Schweiz steht auf Googles Liste unterstützter Länder. Daraus folgen weder Schweizer Datenresidenz noch die Eignung eines bestimmten Kontos oder Vertrags. (Google)

Die Preisseite unterscheidet kostenlose und bezahlte Angebote; dieser Leitfaden bewertet keine vollständige Modelltarifierung und belegt keine zusätzliche Logging-Gebühr. (Google)

Prüfen Sie daher Leistungsumfang, Zugriffsrechte und Kosten für Ihre konkrete Anwendung. Der nächste Schritt ist ein ausgefülltes Konfigurationsblatt samt kontrolliertem Nachweis. So kann ein späterer Projektwechsel gegen eine bewusste Entscheidung geprüft werden, statt vom jeweils neuen Standard überrascht zu werden.

Quellen

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